Württemberg. Karl Alexander 1713, während der Belagerung
Württemberg.
Karl Alexander 1713, während der Belagerung der Reichsfestung Landau. Goldene Notklippe zu 2 Doppien 1713. Zentraler Rundstempel: unter dem Fürstenhut das fünffach geteilte, württembergische Wappen von der Kollane des württembergischen Jagdordens umlegt: C(arl)-A(lexander)-H(erzog). -Z(u)-W(ürttemberg)., seitlich die Initialen des noch unbekannten Stempelschneiders oder Münzmeisters IC-V, unten die geteilte Jahreszahl; rechteckiger Oberstempel: PRO/CAES(are): &IMP(erio):; rechteckiger Unterstempel: BEL(agerung):LANDAU./2.DOP(pien); Eckpunzen: gekröntes Monogramm CA. Schräg gerändelter Rand. KR 218, Ebner 2, Fr. 1432. 13,10 g
von größter Seltenheit, kleiner Schrötlingsfehler im linken oberen Eck, vorzüglich
Die Reichsfestung Landau wurde während des Spanischen Erbfolgekrieges gleich viermal belagert und wechselte mehrmals den Besitzer. Prinz Karl Alexander von Württemberg, der sich in diesem Krieg unter Prinz Eugen von Savoyen ausgezeichnet hatte, wurde 1709 Festungskommandant von Landau. 1713 schlossen zwei französische Armeen unter den Marschällen Bezons und Villars die Reichsfestung ein und begannen am 28. Juni mit deren Beschießung. Sieben Wochen lang wurde Landau diesmal belagert, bevor Karl Alexander am 20. August bedingungslos kapitulieren musste. Um den während der Belagerung auftretenden Geldmangel zu beheben, ließ Karl Alexander sein goldenes und silbernes Tafelgeschirr einschmelzen und daraus Notmünzen schlagen. Die hierfür benötigten Schrötlinge wurden aus den ausgewalzten Platten zunächst rechteckig ausgeschnitten. Daraufhin wurden die Ecken abgeschnitten bzw. abgerundet und die Stücke siebenmal einseitig gestempelt. Die goldenen Klippen wurden grundsätzlich, die silbernen wohl nur anfangs mit einem schräg geriffelten Rand vor dem Beschneiden oder Befeilen geschützt. Exemplar der Sammlung Hermann "Gold aus Baden-Württemberg", aus Auktion der Raritäten der Münzen- und Medaillenhandlung, Stuttgart 1999, Nr. 376; ex. Auktion G. Hirsch Nachf. 139, München 1983, Nr. 392 (das Titelstück!), ex. Sammlung Wurster, aus Auktion Galerie des Monnaies 15, Düsseldorf 1975, Nr. 1241; ex. Auktion J. Schulman 253, Amsterdam 1971, Nr. 1026; ex. Auktion Hess-Leu 27, Zürich 1964, Nr. 611.
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2026-05-18 - 2026-05-19
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